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Mit der Digitalisierung und der damit verbundenen Verfügbarkeit von Rechenleistung, Informationen und Daten werden viele bestehende Geschäftsmodelle etablierter Anbieter bedroht. Wie Unternehmen ihre Daten gewinnbringend nutzbar machen können und mit neuen datenbasierten Produktfeatures ihre angestammten Kunden begeistern können, das weiß SANDY Energized Analytics, Corporate Startup der EnBW Energie Baden Württemberg AG.
Seit 2 Jahren berät das Team um die Co-Founder Claudius Hundt, Sebastian Scholz und Peter Karcher Unternehmen zu den Mehrwerten, die sich aus diesen Daten schöpfen lassen. Was sie zu den Themen Energie Start-Up, Data Analytics, Big Data und Wertschöpfung zu sagen haben, stellen wir in der folgenden Interview-Reihe vor.

Sebastian Scholz Co-Founder und Data Evangelist bei Sandy steht am Anfang unserer Interviewreihe.

 

Was macht Euer Startup SANDY energized analytics?

Wir entwickeln und betreiben Data Analytics für B2B Unternehmen als Analytics as a Service. Damit stellen wir hochperformante und skalierende Data Science Lösungen für Unternehmen zur Verfügung.

 

Welche Herausforderungen bringt es mit sich ein Start-Up  zu sein?

Die Arbeit in einem Startup unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von der Projektarbeit in einem großen Unternehmen. Während in großen Projekten ein hohes Maß an Arbeitsteilung vorherrscht, ist man im Startup wirklich für alles zuständig. Von der Frage „Woher kommen die Mitarbeiter“, bis zur Erstellung von Vertriebsbroschüren. Die Arbeit wird vielfältiger aber auch kleinteiliger.

 

Welche Vision teilst Du mit den anderen Co-Foundern?

Meine beiden Co-Founder und ich haben in der Vergangenheit in verschiedensten Projekten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass in Unternehmensdaten ungeahnte Schätze schlummern. Gleichzeitig ist es in der täglichen Praxis sehr schwierig, an diese Daten heranzukommen und aus ihnen relevante Informationen in Echtzeit durch Data Analytics herauszuholen. Häufig werden in Unternehmen die Datenbestände eher als Belastung und Abfallprodukt gesehen, anstatt sie als Wert und Produkt an sich zu begreifen. Hier wollen wir helfen und Unternehmen darin unterstützen, den höchstmöglichen Wert aus ihren Daten zu schöpfen. Wir beraten unsere Kunden im Vorgehen und in konkreten Projekten und setzen sie auch um.

 

Wie geht ihr bei der Umsetzung vor?

Wir setzen unseren Schwerpunkt vor allem auf die praxisnahe und ergebnisorientierte Umsetzung. Am Ende sollen unsere Kunden nicht nur ein Strategiepapier haben, sondern funktionierende Lösungen und echte Wertschöpfung durch Data Analytics. Dazu ist es wichtig zu verstehen, wo sich unsere Kunden gerade befinden. Dies ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Mit Workshops erstellen wir eine Digitalisierungslandkarte und legen gemeinsam fest, in welchen Projekten wir die größten Potentiale sehen. Für jedes relevante Projekt gibt es eine „Proof of Value“ Phase, in der unsere Data Scientists Datenabzüge unser Kunden auseinandernehmen, um Muster und Informationen darin zu erkennen. Wenn die gewonnenen Erkenntnisse einen wirtschaftlichen Wert beinhalten, setzen wir die Modelle anschließend produktiv, um die analytischen Modelle in Echtzeit zu betreiben.

 

Welche zukünftigen Innovationen werden unseren Alltag grundlegend verändern?

Die Durchdringung der Alltagswelt mit vielen kleinen Sensoren und den darauf basierenden Erkenntnissen wird unser Leben grundlegend verändern. Das geht los mit medizinischen Analysen und Überwachungen und endet mit den vielen Möglichkeiten des autonomen und unabhängigen Fahrens.

 

Woran erkennt man deinen Schreibtisch?

Er sieht immer etwas chaotisch aus. Um es mit Nietzsche zu halten: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können“.